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Auf keinen Fall eine „Schnapsidee

Super Mittwoch Stolberg
13.09.2017, Seite 5

Am 16. und 17. September findet in Stolberg zum ersten Mal ein Weinfest statt

STOLBERG. „In vino veritas“ – im Wein liegt die Wahrheit – sagten schon die alten Römer und bezogen sich dabei auf die Germanen. Historiker Tacitus soll beschrieben haben, dass Germanen bei Ratssitzungen immer Wein tranken, weil sie glaubten, niemand könnte effektiv lügen, wenn er betrunken sei. Doch in Stolberg war es nicht eine Sitzung des Stadtrates, bei der Christdemokraten auf die Idee kamen, die Innenstadt mit einem Weinfest zu bereichern.

In der Altstadt trafen sich zufällig Zwei, die dieselbe Idee hatten: Christian Clément denkt schon seit den sechs Jahren, die er in Stolberg lebt, darüber nach, ein solches Fest aus dem Boden zu stampfen. Auch Udo Rüttgers verfolgte schon seit längerem die Idee. Und als der Vorsitzende der CDA auf den Chef der Bodega traf, wurde begonnen, die Vision in Realität zu verwandeln. Das 1. Stolberger Weinfest ist nun nicht nur terminiert für das Wochenende am 16. und 17. September, samstags ab 13 Uhr und sonntags ab 11 Uhr, sondern soll sich als echter Wiederholungstäter durch ein qualitatives Angebot mit Flair auch etablieren.

Doch von der ersten Idee bis zur Umsetzung gab es jede Menge Arbeit für das Team um Udo Rüttgers. Die erwies sich jedoch angenehmer als erwartet. „Die Resonanz und die Bereitschaft unter Winzern und Händlern sich an diesem Fest in Stolberg zu beteiligen, war sehr groß“, bilanziert Rüttgers. So groß, dass für die Premiere erst einmal eine Auswahl an Beschickern getroffen wurde, um in den Folgejahren das Fest kontinuierlich ausweiten zu können.

Die gute Resonanz hängt möglicherweise mit dem Weinfest zusammen, das vor elf Jahren als ein Bestandteil der Stadtparty die Besucher in Scharen zum Kaiserplatz lockte. Nun wird mit der Premiere eines reinen Weinfestes ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Das bietet natürlich neben dem Wein von vier Winzern und drei Stolberger Händlern auch passende kulinarische Spezialitäten und ein Bühnenprogramm. Für den Samstag haben die Organisatoren die Gruppen „Soul Drops“, „Solid Wax & M. Müller“ sowie „Annett & Friends“, während an dem Sonntag neben „Solid Wax & M. Müller“ zünftige Blasmusik den Vormittag einläuten soll. Zudem ist ein Programmpunkt mit Helmut Brandt (MdB) und der ersten Stolberger Weinkönigin Julia Vockenberg, die sich natürlich auch am Vortag präsentiert, geplant.

Kulinarische Vielfalt

In kulinarischer Hinsicht mit von der Partie ist ein Bio-Weingut aus dem Rheinhessischen Dittelsheim-Heßloch, das am Fuße des Kloppbergs Riesling, Sauvignon Blanc, Weisser Burgunder, Grauer Burgunder, Chardonnay, Gelber Muskateller, Bacchus, Huxelrebe, Merlot, Sangiovese, Cabernet-Sauvignon, Rosenmuskateller und vieles mehr an- und ausbaut. Typischen württembergischen Charakter – wie etwa Trollinger, Schwarzriesling und Lemberger vom Stromberg – bietet die Kollektion einer Weinkellerei aus Bönnigheim. Und nicht nur den bekannten „Kröver Nacktarsch“ bringt ein Winzer aus dem Familienbetrieb in seinem Heimatort an der Mosel mit, sondern führt auch weitere Riesling-Spezialitäten, Kerner, Rivaner und Dornfelder im Sortiment. Ein guter Bekannter, der seit dem Weinfest 2006 der Kupferstadt treu geblieben ist, kommt aus dem rheinhessischen Eckelsheim. Riesling, Grauburgunder, Chardonnay und Morio-Muskat aus den Kellern des Familienbetriebs zwischen ehemaliger Meeresküste und einstigen Vulkaninseln sind vielen Stolberger Weinfreunden bereits ein Begriff. Ergänzt wird diese breite Palette durch die Sortimente aus deutscher, italienischer, spanischer und französischer Produktion, die Manfred Heckt und Christian Clément anbieten sowie einem Winzer – voraussichtlich von der Mosel – der im Kupferpavillon seine Kollektion präsentiert. Freunde des Gerstensaftes kommen dank der Kollektion des „Beer O‘Clock“ nicht zu kurz. Und neben dem Angebot neuer Spielgeräte auf dem Kaiserplatz soll neben dem Spielgerät vor dem Rathaus auch eine Hüpfburg und ein Kinderkarussell für Kurzweil der jungen Gäste sorgen.

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